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 Die Alte Müle

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Luor

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Herkunft : Nicht bekannt
Alter : 16 - 18
Rasse : Katzen-Halbdämon
Beruf : Streuner
Link : Charakterbogen

BeitragThema: Die Alte Müle   Fr Jul 29, 2011 8:05 pm

Diese alte Müle (mit amgrenzenden Wohnbereich) befindet sich am westlichen Stadtrand, allerdings "hielten" die anderen Gebäude einen Relativ großen Abstand zu dem alten Gemäuer. Es heißt der Müller sei einst von einem Monsterermordet worden, und sein Geist ginge unruhig immernoch in seinem Alten Heim herum.
Ob das stimmt oder nicht, ist nicht sicher. Heute jedenfalls ist es vor allem der Unterschlupf einer Gruppe Straßenkinder, die keine andere Bleibe haben.



~-~-~-~-~-~-~-~-~



cf: :: Neor :: Die Stadt Wyrmhausen :: Kirche & Marktplatz


Luor hatte von all den Gerüchten um den Geist in der alten Müle keine Ahnung, als er auf einem Baum neben dem Gemäuer hockte und versuchte durch die halbkaputten Fenster zu spähen, ob dort auch wirklich die Kinder waren die er suchte. Mal wieder kam ihm sein Dämonenblut zugute. Seine Katzenohren empfingen Stimmen, Stimmen die so leise waren, dass ein normaler Mensch sie nicht mehr hätte hören können.
Nanu.... das kann doch nicht... Oh Nein!, dachte er. Er hatte etwas furchtbares im Wind gerochen. Er wollte seiner Nase nicht glauben, aber als er sich nach westen wandte und es seine Augen bestätigten konnte er garnicht mehr anders. Auf ihn zu jagte ein furchtbarer Sturm. Die Abenddämmerung war volständig hinter einer Tiefschwarzen Wand verborgen. "Wo es doch vorhin noch so umwerfend aussah..... nach einer wunderbar klaren Nacht....", dachte er verweifelt.
Eigentlich wollte ich warten, bis sie schlafen und dann erst hinein... aber jetzt habe ich keine andere Wahl.... der junge Halbdämon sprang vom Baum aufs Dach des Wohnteils. Unter ihm bröckelten lauter Dachziegel. Wie alt die wohl schon sind...?, ging es ihm Durch den Kopf. Das die Kinder ihn hören konnten kam ihn garnicht in den Sinn, denn der Wind hatte aufgefrischt und wehte seinerseitz einige Ziegel davon, die mehr Krach machten als er selber. Na, hoffentlich geben die Balken nicht nach, dachte er, als er weiter auf das Dach der eigentlichen Müle kletterte, denn er hatte gesehen, dass dort oben ein relativ Großes Loch war. Er hoffte, dass es dort drunter einen Dachboden gab, und nicht bis auf den Boden ging, damit er noch etwas länger vor den kleinen Dieben versteckt war. Aber Hinein musste er unbedingt, denn mit dem Sturm wollte er sich überhaupt nicht anlegen. Da nahm er wirklich lieber die Kinder.
Aber er hatte Glück. Ein morscher Dachboden voller altem Verschimmelten Mehl und einigen löchern, durch die er hinabblicken konnte. Als er den Raum unter sich betrachtete seufszte er erleichtert auf. Die Treppe die hinaufführte war an einser Stelle abgebrochen, die Stufen hinuntergekracht. EIn Mensch kam über das "Loch" nicht hinüber, er, Luor, aber würde es schaffen, sollte er vor den Kindern fliehen müssen, sofern er den Boden betreten würde. Und das würde er tun müssen, um ihnen den Stein wieder abzunehmen, sobald sie Schliefen, oder eine ähnliche Chance erhielt.
Doch erstmal musste er sich damit abfinden hier heroben zu sitzen und zu warten.
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Rieve

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Link : Charakterbogen

BeitragThema: Re: Die Alte Müle   Mi Aug 03, 2011 3:28 pm

cf: Kirche und Marktplatz

Nur noch wenige Meter und vor Rieves roten Augen erstreckte sich die gesamte, alte Mühle, in ihrem alten Charme. Nicht, dass sie jemals etwas für alte Gebäude übrig hatte, es interessierte sie meist nur, dass es trocken war und sich darin leben ließ. Mit dumpfem Laut landete sie auf dem trockenen Gras, das rund herum wucherte, raffte ihre Röcke und zog ihre spärlich befederten, schwarzen Flügel an ihren Körper. Jetzt, da sie wieder festen Boden unter den Füßen hatte, kam Rieve die Mühle gleich viel größer vor. Einheimlicher und... noch viel, viel älter. Oder lag es am Licht, das das Gemäuer bestrahlte? Die letzten Sonnenstrahlen, die nun bald durch dunkle Wolken verdeckt wurden und den Himmel für sich eroberten, färbten die Szenerie in ein dunkles Rot. Ach könnte sie doch nur für ein paar Augenblicke die Zeit der Umgebung anhalten, ihr Werk vollrichten und die Lichter dann erst weiterwandern lassen. Es würde die perfekte Atmosphäre schaffen für ein kleines Blutbad im Innern dieses Gebäudes. Ob es etwas Romantisches an sich hätte, solch ein Haus von weitem im Sonnenuntergang zu betrachten? Zumindest wäre es künstlerisch von hohem Begehr. Man hörte ja auf Bildern die Schreie nicht, die Rieve zu verursachen gedachte. Nicht aus ihrem eigenen Munde, aus dem der Kinder. Immerhin hatte eines von denen etwas gestohlen, was dem Geist gehörte, etwas, das sie für sehr wertvoll hielt. Es war beschmutzt durch unwürdige, kleine Hände eines ebenso unwürdigen Geschöpfes. Stehlen gehörte sich nicht. Das Gör hätte doch fragen können, ob Rieve vielleicht etwas Geld übrig hätte. Das hätte der Geist auch vergeben, davon hatte sie genug. Nun ja, vom Schmuck auch, aber gerade dieser Anhänger hatte etwas Besonderes an sich, dass sie gerade den nie hätte irgendwem geben wollen.
Mit wiegenden Schritten näherte sie sich dem Eingang der Mühle, drehte ein paar langsame Pirouetten, marschierte elegant in einem nichtexistenten Walzertakt. Eine Laune stieg in ihr auf, die sie beinahe Lächeln ließ. Vielleicht Vorfreude... oder Schadenfreude, wenn sie an das dachte, was sich in der Mühle abspielen würde, wenn Rieve erst einmal eingetreten war.
Vorsichtig trat sie das hohe Gras mit jedem Schritt etwas zur Seite, genau wie Brennesseln, Diesteln und all das andere, wuchernde Kraut auf ihrem Weg. Öffnete ihre hübschen, blassrosanen Lippen und schnalzte leise mit der Zunge, bevor sie sich eines anderen besann und zu einer einfachen Melodie einen Text erfand, der weder reimte, noch wirklich so fröhlich war, wie die Melodie selbst.

"Schweigend... liegt das kleine Zimmer
unter... dem ächzend-alten Dache."

Ihre schmale Hand lag auf der Türklinke und drückte sie langsam herab, während ihre Stimme einen unheimlichen Klang annahm.

"Blasse... Augen in der Dunkelheit...
... die Mutter unauffindbar...
Grausig heulen die Winde...
am Fenster vor dem Kinderbette..."

Problemlos übertönte sie die Kinder, die im Innern der Mühle lebten
und sofort den Neuzugang begutachteten, der so dreist in ihre Mühle eindrang.

"...summen ein Wiegenlied für dich..."

Kalt fixierte sie eines der Kinder mit ihren roten Augen, während Rieves Stimme erstarb und nur das Echo des letzten Verses zog durch das Gemäuer wie ein leichter Windstoß. Schweigen. Lautlos verbeugte sich der Geist, der nicht wie einer erschien. Eher, wie ein Engel... mit schwarzen Flügeln, geformt aus Knochen und spärlich besetzt mit zerrauften, staubigen, schwarzen Federn. Vielleicht ein Todesengel.
"Wo ist mein Stein?", fragte sie in einem so süßen Ton, dass es gar nicht zu ihrem Blick passen wollte. Und so wanderten ihre Augen nun von einem Kind zum nächsten, bis eines sich verriet... oder seinen besten Freund.
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